Donnerstag, 15. Februar 2018

Im Kino: Downsizing

In Alexander Payne's SF-Komödie "Downsizing" werden Menschen in krankenhaus-ähnlichen Anstalten auf unter 20 cm Größe geschrumpft und in eigenen Städten unter einer Kuppel angesiedelt, wo sie in Luxus leben können und nur einen Bruchteil der Ressourcen der normalen Menschen verbrauchen. 

Der Protagonist des Films (Matt Damon) muss jedoch zunächst mit der Wahrheit leben, dass seine Frau in letzter Minute einen Rückzieher gemacht hat und er nun geschrumpft alleine leben muss.

Über seinen Nachbarn von oben lernt er zahlreiche Leute kennen, darunter eine Vietnamesin mit Holzfuß, die ihm offenbart, dass in bzw. in einer schmalen Zone außerhalb der Kuppelstadt ähnlich prekäre Verhältnisse von arm und reich existieren wie bei den „großen Menschen“. 

Später kommen sie zusammen nach Norwegen, wo gerade die erste Kuppelstadt aufgegeben wird und man in den Berg zieht, um dort ein vor Klimawandel und steigendem Meeresspiegel geschütztes Leben zu führen. 

Den Kritiken an dem Film war zu entnehmen, dass das große Potenzial der Geschichte vergeudet wurde, und das ist nicht ganz falsch. „Der Zauber des Anfangs ist verflogen, sobald Paul in seiner neuen Heimat eintrifft“, meint denn auch epd-film

So bleibt denn eine schöne erste Hälfte in Erinnerung, die das öffentliche Bekanntmachen der Erfindung, die individuellen Entscheidungsprozesse und die Vorbereitungen und Nachbehandlungen im Zuge des Schrumpfungsprozesses zeigt. Man sieht dort beispielsweise fließbandartige Zahnbehandlungen in großen Sälen, denn die Anorganik in den Körpern wie Zahnplomben etc. kann nicht mit geschrumpft werden, muss also vorher entfernt und nach der Schrumpfung wieder eingebaut werden. 

Der musikexpress lobt den Regisseur „für die radikale Art, wie er völlig andere erzählerische Wege geht, um zutiefst menschliches Kino zu machen“. Im Ergebnis ist der Film ganz kurzweilig anzusehen, ohne einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen zu haben. 

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