Dienstag, 27. Februar 2018

Filmwelten: Shape of Water – Das Flüstern des Wassers

Vom mexikanischen Regisseur Guillermo del Toro habe ich schon lange keinen Film mehr gesehen, obgleich er mit „Pan's Labyrinth“ (2006) ein düsteres Meisterwerk geschaffen hatte. Ich schätze mal, sein neues Werk „Shape of Water“ weist düstere Parallelen auf, wenngleich der Film mehr Kitsch und mehr Happy End hat. Dennoch wird eine bizarr-düstere Geschichte erzählt, und die FSK-16-Freigabe ist nicht überzogen. 

Erzählt wird von der Liebe eines „anthropomorphen Flussmonsters“ und einer jungen stummen Frau. Das Wesen wurde im Amazonas gefangen und in eine quasi-militärische amerikanische Forschungsstation gebracht, wo es meist in einem Wasserbecken angekettet ist. In der Station arbeiten auch Reinigungskräfte, darunter eben diese Frau. Wesen und Frau kommen sich über das Futter (Hühnereier) näher. Als das Wesen getötet werden soll, um Erkenntnisse aus der Anatomie zu gewinnen, wird es von der Frau und HelfershelferInnen befreit und in ihrer Wohnung versteckt.

Die sehenswerte Bildsprache des Films, der irgendwann in den 1960er Jahren angesiedelt ist, erinnert an Jeunet & Caro-Filme wie „Die Stadt der verlorenen Kinder“. 

Dennoch bin ich mir im Ergebnis nicht so sicher, ob die Geschichte dieses am ehesten dem Dark-Fantasy-Genre zuzuordnenden Films so reizvoll war, um sie in einigen Jahren vielleicht noch einmal anzusehen. 

Der Kosmos von »Shape of Water« ist märchenhaft und surreal, finster und lebensbejahend, naiv und grausam“, meint epd-film

Wenn es in der Wirklichkeit aussichtslos ist, glücklich zu werden, begibt man sich eben in ein Paralleluniversum“, meint critic. Ja, mit dieser Sichtweise kann ich auch etwas anfangen. 

Weitere kürzlich angeschaute Filme: 

Marlina – Die Mörderin in vier Akten (Kino): eine Rezension habe ich dort veröffentlicht. 

Monsters – Dark Continent (DVD): Gareth Edwards' Film „Monsters“ (2010) fand ich ja echt Spitze und insbesondere auch atmosphärisch sehr gelungen. Mit dieser Fortsetzung (2015) konnte sich der neue Regisseur Tom Green leider nicht entscheiden, ob er einen Monster-, Kriegs- oder Musikfilm machen will. Darunter leidet die Atmosphäre des Films erheblich. In erster Linie ist es ein schmutziger Kriegsfilm, der irgendwo im Nahen Osten spielt und nicht viel Neues erzählt.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen