Samstag, 27. Januar 2018

Sound-Welten (02/2018)

So wirklich überzeugen wollte mich keines der Alben dieser Prüfserie. Das Album von Ghostpoet gefiel mir vielleicht noch am besten.

Arbouretum. Album: Song of the Rose (2017). Sechstes Album einer US-amerikanischen Psychedelic-Rock-Band. Dunkler Touch, schroff und gitarrenlastig, kann man mal anhören, aber aus meiner Sicht nichts Besonderes. SHR: 10 T – 59 T. WD: 3/d. 

Big Thief. Album: Capacity (2017). Zweites Album einer US-amerikanischen Folk-Indie-Rock-Band mit Lady am Micro. „Eines der besten Folk-Rock Alben des Jahres“, meint br. Mir hat es stilistische zu wenig Ecken und Kanten, aber die Sängerin ist interessant. SHR: 638 T – 2.973 T. WD: n.v. 

Candelilla. Album: Camping (2017). Drittes Album einer deutschen Indie-Soft-Rock-Band mit Lady am Micro. Oft Spoken-Word-Songs mit deutschen Texten und stilistischer Ähnlichkeit zu Anne Clark, aber nicht nur. Durchgängig gelungen finde ich das Album nicht, aber manche Songs sind gut anhörbar. Anspieltipp: „Trocken und staubig“. SHR: 1 T – 6 T. WD: 4/d. 

Dunkelschön. Album: Abraxas (2017). Siebtes Album einer deutschen Band, die im Bereich Mittelalter-/Dark Folk zu Hause ist und wahrscheinlich auch zunehmend Rock-Elemente in die Alben integriert. Male/female-Gesang, deutsche Texte. Mitunter kommen sehr sentimental-dunkle Songs dabei heraus, aber eben auch MA-Trink- und Feierlieder. Eine solche stilistische Heterogenität auf einem Album nach dem Motto „für jeden Geschmack etwas dabei“ gefällt mir generell nicht so. Anspieltipp: „Schloss aus Licht“. SHR: 1 T – 3 T. WD: 9/d. 

EERA. Album: Reflection of Youth (2017). Debut-Album einer Norwegerin. Etwas zu süsslich für meinen Geschmack. „Sie zieht lange, manchmal lautmalerische Bahnen durch flirrende Klangareale und Hallräume des Indie-Rock“, konstatiert der musikexpress. SHR: 6 T – 75 T. WD: n.v. 

Fiddler's Green. Album: Devil's Dozen (2016). Ca. Album No. 13 einer deutschen Folk-Rock-Band. Schon über 25 Jahre aktiv, ist sie erst in diesem Jahrzehnt wirklich erfolgreich geworden. Aber dieser fröhlich-treibende Folk-Rock ist nicht mein Ding. Könnte wohl auch im Karneval als Anheizer auftreten. SHR: 79 T – 319 T. WD: 109/d. 

Ghostpoet. Album: Dark Days & Canapés (2017). Viertes Album eines britischen Singer-/Songwriters nigerianischer Abstammung. In England recht erfolgreich. Man kann den nur leicht dunklen Sound dieses Albums ganz gut anhören, aber ein wirklich zündender Funke wollte bei mir nicht überspringen. SHR: 70 T – 469 T. WD: 11/d. 

Hundred Waters. Album: Communicating (2017). Drittes Album einer US-amerikanische Indie-Pop-Band mit Lady am Micro. Ätherisch, aber etwas zu süsslich für meinen Geschmack. „Eine beeindruckende Balance zwischen leisen Tönen und poppigem Aufbrausen, Unterkühltheit und Hoffnung“, meint laut. SHR: 66 T – 596 T. WD: n.v. 

In This Moment. Album: Ritual (2017). Album No. 6 einer US-amerikanischen Rock-Band mit Lady am Micro. Melodramatischer Sound mit erheblichen Krachfaktor. Meine Begeisterung hält sich in Grenzen. SHR: 543 T – 4.858 T. WD: 65/d.  

SHR = Spotify-Hörer-Relevanz in 1.000 Zugriffen (T) je Song. 
WD = Anzahl der de.wikipedia-Seitenaufrufe zur Band/Künstlerin pro Tag (als 90-Tage-Mittel), n.v. = keine deutschsprachige wikipedia-Seite vorhanden. 

Die Zahlenangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt meines Zugriffs. 

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